CITY in Plessa – Kultband aus DDR- Zeiten begeistert 500 Gäste

3595876 1 KonzertCityKulturhausPlessa020116K 201PLESSA   Eine Zeitreise, nicht in die Vergangenheit, sondern aus der Vergangenheit in die Gegenwart haben in der Nacht zum Sonntag etwa 500 Gäste im Kulturhaus Plessa miterlebt.

„Einen wunderschönen Start in das Jahr 2016 in die Runde dieser vollen Hütte in Plessa“, begrüßte Musiker Toni Krahl auf offener Bühne die Gäste der Rocklegende CITY.

Wie die Kultband aus DDR- Zeiten selber waren offensichtlich auch die meisten der Gäste mit der Szenerie von vor über 25 Jahren bestens vertraut. Selbst erklärt, so Musiker Toni Krahl, war die Band 1978 das letzte Mal in diesem Haus in Plessa. Einige Gäste, wie zum Beispiel Frank Roigk aus Plessa, waren sich jedoch sicher, dass es auch nach 1990 noch einmal zwischenzeitlich ein Intermezzo in Plessa gegeben haben muss. Krahl zumindest konnte sich genau erinnern:

3595861 1 KonzertCityKulturhausPlessa020116Z„Damals habe man noch die Mutti auf die Schultern genommen, auf denen noch die langen Haare lagen“. Damals sei der Rücken noch stabiler und die Mutti 20 Kilo leichter gewesen. Wie die Band selber, wenn überhaupt, prägten diesmal unzählige graue Haare die Häupter der Besucher. Band und Fans zeigten zumindest eine Gemeinsamkeit, im Herzen jung geblieben zu sein.

Krahl freute sich über das „handverlesene und erfahrene Publikum“, wie er meinte. Der Frieden spiele wieder einmal gerade in der gegenwärtigen Zeit, in der sich Deutschland wieder im Krieg befinde, eine sehr wichtige Rolle, so Toni Krahl. Und so wurde den Fans zum Beispiel die „Mutter aller Friedens- und Lagerfeuerlieder“, so Krahl, „Sag mir wo die Blumen sind“ in der Interpretation von CITY eindringlich vermittelt.

Natürlich gab es auch Lieder, so Krahl, zum Thema Nummer eins, „Männer“. Ganz klar, Höhepunkt zu später Stunde im Finale des Abends der Klassiker „Am Fenster“. Das Lied der Gruppe City wurde bereits im Jahr 3595882 1 KonzertCityKulturhausPlessa020116E1974 komponiert und seiner restriktiven DDR- Geschichte geschuldet, erst 1977 auf Schallplatte veröffentlicht. Es gilt als Klassiker der DDR- Rockmusik, welcher erst über Westdeutschland dann später Weltruhm erlangte. Und so war die Zeitreise mit der Gruppe City im Plessaer Kulturhaus auch ein Blick in die Zukunft. Das nahezu 17 Minuten lange Stück mit den eindringlichen Geigensoloeinlagen von Georgi Gogow wird mit Sicherheit auch noch in ferner Zukunft an die Musikszene einer dann längst untergegangenen Epoche erinnern.

Veit Rösler

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