2017 wird das Kulturhaus auf Hochglanz gebracht

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Ab Februar wird saniert / Spielstätte in Plessa 2016 gut ausgelastet

3758078 1 201608092380-GLJ68SH8I.1-ORGPlessa   Für den Kulturverein Plessa war es ein gelungenes Veranstaltungsjahr, sagt Manfred Drews. Die zahlreichen Höhepunkte waren gut besucht. Doch im kommenden Jahr wird das kulturelle Herz der Gemeinde etwas leiser schlagen. Denn die Sanierungsarbeiten am Kulturhaus beginnen.

Das gibt es nicht häufig: Fast alle Großveranstaltungen des Kulturhauses Plessa waren 2016 ausverkauft. Insgesamt wurden 26 Events im großen Saal organisiert. Nur zwei davon konnten nicht mit voll besetzten Stuhlreihen aufwarten. Manfred Drews zeigt sich mit dieser Leistung sehr zufrieden. "Für den Kulturverein war es ein gelungenes Veranstaltungsjahr. Es gab sehr viele Höhepunkte", sagt Manfred Drews.

(Foto: Gottfried Heinicke, Martina Mieritz, Pierre Wilhelm (v.l.n.r.) besichtigen im Sommer 2016 den Dachstuhl)

Dabei wird auf eine große Vielfalt gesetzt. Von klassischer Musik, Ü 30-Party, Comedy bis hin zum etablierten Kreativmarkt ist fast jedes Genre im Kulturhaus Plessa vertreten. Mit dem Erzählsalon, der in diesem Jahr erstmals ebenfalls im Kulturhaus stattfand, konnte eine ganz neue Komponente eingefügt werden. Dabei stehen der Austausch und das Stärken der Gemeinschaft im Fokus. Hinzu kommen private Familienfeiern, die das kulturelle Herz der Gemeinde auch abseits der Großveranstaltungen pulsieren lassen.

Erste Anfragen für 2018

Nach wie vor ist das Kulturhaus eine wichtige Säule für das kulturelle Leben im Landkreis. "Es gibt sogar schon Anfragen für 2018. Außerdem sind wir im Gespräch mit dem Theater Senftenberg und wollen das Kulturhaus wieder als Nebenspielstätte etablieren", sagt Manfred Drews.

Ihm liegt das Kulturhaus besonders am Herzen. Nachdem er in diesem Jahr als Amtsdirektor in den Ruhestand entlassen wurde, möchte er als neues Mitglied im Kulturverein die Vorhaben weiter unterstützen. Dabei wird er vor allem die Sanierungsarbeiten im kommenden Jahr begleiten. "Wir haben lange darum gekämpft", sagt er.

Baubeginn ab Februar

Losgehen soll es ab Februar. Nachdem die Karnevalisten ihre letzen Veranstaltungen über die Bühne gebracht haben, wird das Kulturhaus geschlossen. "Die Ausschreibungen für die ersten drei Gewerke Baustelleneinrichtung, Einrüstung und Dachdeckung sind bereits öffentlich. Zur Gemeindevertretersitzung am 16. Januar sollen sie vergeben werden", erklärt er. Ab Mitte März soll eingerüstet werden. Dabei muss auch das komplette Dach mit einer Überdachung versehen werden. Das wird komplett abgenommen und der Dachstuhl aus Stahl freigelegt, damit er unter Berücksichtigung der Brandschutzauflagen saniert werden kann.

Im gleichen Bauschritt sollen zudem Fenster, Deckendämmung und Verdunklung erneuert sowie die Fassade gesäubert werden. "Die alten Rollos sind brüchig und kommen weg. Sie werden durch dichte Vorhänge ersetzt", sagt Manfred Drews.

Kosten: insgesamt 870 000 Euro

Für die Sanierung des Daches und der technischen Anlagen werden rund 620 000 Euro veranschlagt. Der Großteil wird über Fördermittel finanziert. Etwa 155 00 Euro hat die Gemeinde zu tragen, so Drews. Die Renovierung der Fassade und Fenster soll noch einmal rund 250 000 Euro kosten und über verschiedene Fördermittel aus Bund, Ländern und Stiftungen getragen werden. Wenn alles planmäßig verläuft, sollen die Arbeiten bis Ende November abgeschlossen werden. "Der Kreativmarkt am 4. November soll bereits wieder im Kulturhaus stattfinden", verrät Manfred Drews.

Anja Brautschek

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