Penne und Plessas Narren: Donnerwetter, das passt!

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Rauschende Faschingsnacht von Schule und Karnevalsverein / Erster Auftritt auf heimischer Bühne für Prinz Holger I. und Prinzessin Kristin

2969494 1 PennefaschingKarnevalPCCKulturhausPlesAQPLESSA "So müsste das hier immer aussehen", schwärmte in der Nacht zum Samstag Plessas Bürgermeister Gottfried Heinicke in Anbetracht einer munter wogenden, tanzenden und offensichtlich gut gelaunten Menschenmenge aus überwiegend jungen Leuten. Mit dem Pennefasching hat das Plessaer Kulturhaus am Wochenende einen rauschenden und manchmal fast schon zu lauten öffentlichen Auftakt der 59. Karnevalssaison erlebt.

Erstmals begrüßten Prinz Holger I. von Blesse und ihre Lieblichkeit Prinzessin Kristin das närrische Publikum. Der Prinz aus Brandenburg und die Prinzessin aus Sachsen versäumten es nicht, den angehenden Abiturienten bei ihrer Vorstellung ihren eigenen Abiturjahrgang, also 2001 und 2007, zu offenbaren. Als Ansporn meinte Prinz Holger, mit dem Abitur vom Elsterschloss-Gymnasium könne man alles erreichen, sogar Prinzenpaar beim Karneval in Plessa werden. Traditionell eröffneten beide die Kussfreiheit. Die aus zwei Etappen, von 18 bis 22 Uhr für die Kinder und Jugendlichen und dann ab 22 Uhr für die „erwachsenen“ Jugendlichen zusammengesetzte Veranstaltung wurde wesentlich von den Schülern der elften und zwölften Klassen des Elsterschloss-Gymnasiums organisiert und sprichwörtlich über die Bühne gezogen.

Nach der Eröffnung der Veranstaltungen durch Prinz Holger I. und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Kristin führten ein sächsischer und ein preußischer König durch das Programm. In der Choreografie ließen beide Monarchen tanzende Gruppen gegeneinander antreten, um so die Vorzüge eines jeden Landes hervor zu heben. Während bei den Kleinen noch die Kindergarde im Programmverlauf half, wurden bei den Großen dann in der Nacht aktuelle Programmpunkte des Abendprogramms des PCC mit eingemischt. Die Teile der Schüler des Elsterschloss-Gymnasiums waren dabei sogar von Neuerungen geprägt, an die sich die erfahrenen Narren des PCC so noch gar nicht herangetraut haben. So wurde bei verschiedenen Spielen das Publikum mit in das Programm einbezogen und auch die Prämierung der schönsten Kostüme sorgte für Stimmung.

Entsprechend dem Motto „Der Alte Fritz macht sich zum August“ hatte ein Trupp preußischer Soldaten mit entsprechender Fahne eine großvolumige und über 100 Kilo schwere Kanone mit zum Pennefasching, erst auf den Saal und dann auch noch auf die Bühne geschleppt. Damit waren der erste Platz und ein Pokal sicher. Die acht Jungs aus Ba2969506 1 PennefaschingKarnevalPCCKulturhausPlesAEd Liebenwerda mit Verstärkung aus Hohenleipisch hatten die Kanone in Lausitz gebaut. Die teils ehemaligen Gymnasiasten des Elsterschloss-Gymnasiums sind heute Studenten oder Auszubildende. Die Kanone, für die extra ein Autoanhänger für die Fahrt von Lausitz nach Plessa organisiert wurde, soll noch einmal beim Karneval zum Einsatz kommen. Jedoch suche man dringend Räder, denn die seien für den Pennefasching nur geliehen, verrät Felix Schulze aus Bad Liebenwerda.

Bei so viel Perfektion bei der Wahl der Kostüme schlug auch das Herz von Karnevalspräsident Peter Werner höher. „Wir sind sehr froh, dass sich der Pennefasching so gut in den Plessaer Karneval integriert hat. Während bei den ersten Veranstaltungen vor Jahren die meisten Jugendlichen noch in Jeans gekommen sind, tragen heute fast alle ein Kostüm“, hat Peter Werner beobachtet. Trotz einiger, teilweise erheblicher Anfangsschwierigkeiten, sei ein tolles Programm herausgekommen, freute sich auch die Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Psychologie, Bärbel Nicklisch, welche am Elsterschloss-Gymnasium für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und welche bei der Organisation des Pennefaschings im Hintergrund wesentlich mitgeholfen hat. Weil man mit nur drei Wochen Vorbereitung nur wenig Zeit hatte, galt der erste Teil des Abendprogramms als Generalprobe in Kostümen. Dennoch sei das Ziel der Veranstaltung erreicht worden. Die beteiligten Schüler hätten sich zusammengefunden und ein Konzept erarbeitet, das sowohl die Funktionen am Einlass, die Putzkolonne, die Technik, das Hochzeitszimmer bis hin zu den Darstellern auf der Bühne beinhaltet hat. Dabei wurden auch kleinere Kinder vom Gymnasium, von der Oberschule Elsterwerda und von der Grundschule Plessa, mit in das Programm einbezogen und damit sinnvoll beschäftigt. Nach Ansicht von Bärbel Nicklisch brauchen Kinder und Jugendliche solche Kulturveranstaltungen auch. Das erkenne sie daran, dass, sobald eine Tanzrunde beginne, kaum einer der jungen Gäste auf seinem Platz bleibe, um sofort die Tanzfläche zu bevölkern. Bärbel Nicklisch regte daher an, so wie das früher mal gewesen sei, auch für die Heranwachsenden gelegentlich einen sogenannten „Schippchenball“ zu organisieren. vrs1

2969498 1 PennefaschingKarnevalPCCKulturhausPlesAMZum Thema:
Am 21. Februar um 15 Uhr steigt mit der „Bonbonschlacht für Anton“ der Kinderkarneval im Kulturhaus Plessa. Alle Kinder können mitmachen. Am gleichen Abend gibt es dann um 19.11 Uhr die öffentliche Generalprobe. Am 22. Februar um 19.11 Uhr wird unter „Sanssouci am Blauen Wunder“ zur Abendveranstaltung geladen. Am 1. März ab 13 Uhr findet der große Karnevalsumzug in Plessa statt.

Veit Rösler
 

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