Olaf Schubert im Kulturhaus Plessa

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„Mit so viel Publikum hatte ich gar nicht gerechnet“

kulturhaus plessa olaf schubert 1PLESSA   Kaum hatte der Comedian Olaf Schubert diesen Satz gesagt, gröhlte der volle Kulturhaussaal in Plessa los. Als der Sachse mit dem auffälligem Pullunder dann noch den Saal als eine Mischung aus Reichskanzlei und Partykeller beschrieb, war es ganz aus.

Das Eis war gebrochen. Sein Bühnenbild, eine Art Puppentheater, verglich er mit dem Ort Plessa, wo nun der Kulturschalter umgelegt wurde.

Zu Stande gekommen ist dieses Gastspiel des republikbekannten Comedian durch den Veranstalter selbst. „Meine Frau stammt aus Plessa und meine Schwiegermutter wohnt noch hier. So kamen wir auf die Idee, in das Kulturhaus frischen Wind einziehen zu lassen. Der Kulturverein ist hier sehr rege“, sagte Veranstalter Uwe Stuhrberg. Der 50jährige Veranstalter brauchte dennoch genau ein Jahr für diesen Auftritt. 

Bürgermeister Gottfried Heinicke ist begeistert von diesem Auftritt. „Wir sind froh, dass dieses Haus mit 500 Leuten ausverkauft ist. Die vielen Außenstehenden können ruhig sehen, das man hier keinen Helm braucht, der Saal zwar alt, aber sauber ist“, so das Gemeindeoberhaupt. Mit dem Veranstalter ist er sichtlich zufrieden. „Hier steckt noch viel Potential drin. Wir werden sicherlich die Zusammenarbeit mit diesem Veranstalter fortführen und versuchen, für die Leute bezahlbare Künstler ran zu holen“, blickte Heinicke schon einmal in die Zukunft. 

Dieses in Plessa aufgeführte Programm ist nicht Schuberts Aktuelles. „Die Große Hörspielpräsentationsgala ist ein Spezialprogramm, dass der Künstler rund 10 Mal im Jahr vor eher wenigen Besuchern spielt“, verriet Veranstalter Stuhrberg.

kulturhaus plessa olaf schubert 2Für den in Plauen Geborenen war der Saal des Kulturhauses in Plessa schon ein wenig zu groß. „Der Saal hier ist für das Puppentheater fast schon zu groß. Dennoch macht der Auftritt vor Großem wie vor Kleinem Publikum sehr viel Spaß“, sagte der Künstler mit dem Argyle-Pullunder. 

Seine Hörspieldialoge, die er auf der Bühne, gespickt mit aktuellen Themen, wie z.B. die Krimkrise, Ukraine, Eurovisionssong oder das Bankenwesen, zum Besten gab, stammen aus den Jahren um 1995. „Zusammen mit einem Freund haben wir zu Hause kleine Hörspieldialoge aufgezeichnet. Diese waren dann in Dresden so Kult, das wir sie nun gern öffentlich aufführen“, so Olaf Schubert. Auf die Frage,  wie viele gleiche Pullunder er hätte, antwortete er trocken. „Genau drei Stück. Einen für den Sommer, einen für den Winter und ganz wichtig, einen für den Übergang wie jetzt“, scherzt der 46jährige Künstler.

Die meisten Besucher hatten am Samstag dann wohl einen Muskelkater vom vielen Lachen. „Ich bin heute zum 4. Mal bei einem Gastspiel von Olaf Schubert dabei. Dieses Programm heute kenne ich zwar noch nicht, bin mir aber sicher, das ich wie beim letztem Male wieder einen Muskelkater vom Lachen bekommen werde von so viel Situationskomik“, meint Steffen Berger aus Senftenberg. 

Das nächste größere Event im Kulturhaus Plessa lässt nicht lange auf sich warten. Am 31. August 2014 um 17 Uhr gastiert das „Lucerne Festival Orchestra Brass“ in Plessa. Das weltweit einzigartige Eliteorchester mit seinen 22 Musikern aus Luzern wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom Deutschlandradio präsentiert.

sam1

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