ETH Zürich zum Seminar im Kulturhaus Plessa

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Schweizer Professor besucht mit Kollegen und Studenten das Kulturhaus Plessa

ETH Zürich Kulturhaus PlessaPLESSA   Im Rahmen einer thematischen Studienreise haben 21 Studenten und vier Lehrkräfte, darunter Prof. Dr. Ákos Moravánszky von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, das Kulturhaus in Plessa besichtigt.

Der Besuch des Kulturhauses diente zum Teil der Umsetzung von Lehrprojekten über die Internationale Bauausstellung im Lausitzer Braunkohlenrevier.

Die Studenten und Lehrkräfte aus dem Institut für Geschichte und Theorie der Architektur hatten über das Buch "Arbeiter- und Bauerntempel – DDR-Kulturhäuser der Fünfziger Jahre" des Kunsthistorikers Dr. Ulrich Hartung und vom langjährigen Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land GmbH und Stadtplaner Prof. Dr. Dr. Rolf Kuhn von dem ehemaligen Betriebskulturhaus erfahren.

Vor dem Kulturhaus in Plessa hatte die Studienreise bereits durch Böhmen und Sachsen, insbesondere nach Prag und Dresden, geführt. Ziele waren stets Architekturdenkmäler, die das Zusammenspiel von Bau und Geschichte erkennen ließen.

Von Bernd Kadur und Pierre Wilhelm vom Vorstand des Plessaer Kulturvereins erfuhren die Gäste zunächst von der Entwicklung des Ortes Plessa, vom ehemaligen Bauern- und Fischerdorf, über die Geschichte der Braunkohle, wie Plessa dadurch an Größe gewann bis hin zum Großbrand am Ende des Zweiten Weltkrieges.

Bei einer Führung durch das Kulturhaus wurden dessen Geschichte und Gegenwart offen gelegt. Das Kulturhaus selber wäre möglicherweise bereits abgerissen, so Pierre Wilhelm, hätten findige Plessaer, insbesondere der Kulturverein und der Karnevalsverein nicht die Initiative übernommen. Der Karnevalsverein musste zum Beispiel bereits zwei Jahre lang außerhalb des Kulturhauses in einem Festzelt kampieren, weil das Gebäude von der Bauaufsichtsbehörde gesperrt war. Pierre Wilhelm hat 2011 eine wissenschaftliche Studie zur Entwicklung des Hauses und der umliegenden metropolfernen Region erarbeitet.

Nach Plessa haben die Lehrkräfte und Studenten aus Zürich auch Prof. Rolf Kuhn im IBA- Auftaktgebiet in Großräschen einen Besuch abgestattet. 

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