Ohrenbetäubende Schreie

logo lausitzer rundschau gif vom 02.11.2013

Massenansturm von Monstern, Mumien und Gerippen auf den Halloween-Gruselabend in Plessa / "Bitte die Erschrecker nicht erschrecken"

PLESSA "Das ist der schiere Wahnsinn hier." Verzweifelt versuchte der Plessaer Bürgermeister Gottfried Heinicke, wie der Außerirdische E.T. mit einem Lämpchen an der Stirn und einem Licht auf dem Herzen, in der August-Bebel-Straße der zur Plessaer Lehrwerkstatt strömenden Flut von Fahrzeugen Herr zu werden. Über tausend Besucher aus dem südlichen Brandenburg und dem nördlichen Sachsen haben sich in der Nacht zum Freitag von Monstern, Geistern, Mumien und Gerippen beim Halloween-Gruselabend in Plessa erschrecken und begrapschen lassen.

2848628 1 2013110159-GMT4M7RID.1-ORG"Es kann nichts passieren, es passiert überhaupt nix, ist alles nur Show", versuchte Karnevalspräsident Peter Werner in dunkler Mönchsrobe vor dem Zaubervorhang, der Startlinie zum Grusel-Parkour, die Besucher zu beruhigen. Kaum war wieder eine kleine Gruppe hinter dem Vorhang verschwunden, gab es schon ohrenbetäubende Schreie zu hören.

"Wir versuchen den Abend für jeden Besucher zu einem Erlebnis werden zu lassen und teilen daher in kleine Gruppen ein", so Peter Werner. Wer bis zu dem Mönch vorgedrungen war, hatte bereits bis zu einer halben Stunde in einer langen Schlange warten müssen. Wer nicht schon als Vampir, Monster oder Hexe von zu Hause gekommen war, konnte sich im Gruselausstatter von drei erfahrenen Hexen fachgerecht mit Kotzmetik (Kosmetik) bemalen lassen.

Achtung, die Hexe brennt! Hexe Cathrin war dabei sogar in Brand geraten. "Ich bin mit den Federn von meinem Hut zu nahe an den Heizstrahler gekommen, plötzlich säuselten kleine Rauchwölkchen in den Himmel. Für besonders gruselige Gestalten unter der Besucherschaft gab es dann von Peter Werner noch den Hinweis auf den Weg: "Bitte die Erschrecker nicht erschrecken".

Etwa 70 Karnevalisten und ca. 15 Mitglieder des Plessaer Airsoftvereins hatten sich auf dem diesmal über 1000 Meter langen Gruselparkour als sogenannte Erschrecker auf die Lauer gelegt. Von ihnen wurden zum Beispiel kleine Hänsel für die Hexe eingefangen, riesige Spinnen auf den Kopf niedergelassen oder die Besucher sogar mit einer Kettensäge malträtiert. Im Maschinensaal einer alten Werkhalle hatten die Organisatoren für die hier tätigen zwei Mumien sogar eine Stufenpyramide errichtet. Auch Hexe Silke hatte ein neues komfortables Hexenhaus, möbliert und mit geräumigem Käfig für bis zu fünf Hänsel, erhalten. Für besonders harte Gruselszenen hatten die Veranstalter eine Altersbeschränkung erlassen.

Im Sozialgebäude der Lehrwerkstatt begutachtete Ants Möbius die Besucherströme. "In den Keller dürfen nur Kinder ab 20 und Frauen ab 40", meint er mit zwinkerndem Auge und geheimnisvollem Lächeln im Gesicht.

Veit Rösler/vrs1

Weitere Fotos der Lausitzer Rundschau finden Sie hier: http://www.lr-online.de/bilder/detail/cme272550,2847612

 

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