Ludwig Güttler verzaubert 500 Zuhörer in Plessa

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KulturhausPlessaLudwigGuettlerKonzert 4PLESSA   Zum dritten Mal ist er zu Gast in Plessa und zum dritten Mal kommt ein Teil der Gage der Sanierung des Kulturhauses Plessa zugute: Prof. Ludwig Güttler hat etwa 500 Gäste mit seiner Dresdner Bläserweihnacht überrascht und wurde selbst überrascht: Diesmal durfte er ein nagelneues Foyerfenster feierlich einweihen.

Volles Programm für Prof. Ludwig Güttler und seine Kollegen vom Blechbläserensemble aus Dresden. „Er ist nicht nur Ausnahmekünstler, sondern vor allem auch eine Ausnahmepersönlichkeit. Sein unermüdliches Schaffen für den Aufbau der Dresdner Frauenkirche, seine umfangreichen künstlerischen Aktivitäten und sein soziales Engagement sind Zeugnis dafür“, meinte zum Auftakt des Konzertes Lothar Thieme vom Vorstand des Plessaer Kulturvereins auf offener Bühne des Kulturhauses.

Etwa 500 Gäste waren zur „Dresdener Bläserweihnacht“ in das in der Sanierung befindliche Kulturhaus gekommen. So erfüllte Ludwig Güttler diesmal wieder einmal nicht nur seine Aufgabe als Musiker, sondern auch als Unterstützer, Förderer und Aufbauhelfer für das Plessaer Kulturhaus.

Eine schöne symbolische Handlung war es diesmal, gemeinsam mit Bürgermeister Gottfried Heinicke im Foyer das erneuerte, größte Fenster des Hauses, bestehend aus 25 Einzelfenstern, seiner Bestimmung zu übergeben. Das etwa 20 000 Euro teure Fenster wurde mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (15 000 Euro), mit Mitteln des Landkreises Elbe-Elster (2500 Euro) und mit Eigenanteilen des Kulturvereins Plessa finanziert. Der Erlös des Güttler-Konzertes fließt dabei mit ein. „Es ist eine große Ehre, dass der Sachse Ludwig Güttler hier im Kulturhaus Plessa Aufbau Brandenburg betreibt“, meinte Bürgermeister Gottfried Heinicke bei der Zeremonie, die von drei Funken des Plessaer Karnevalvereins in prächtigen Rokoko-Kleidern optisch umrahmt wurde. „Wir hätten auch nichts dagegen, wenn die Ministerien sich anschließen würden. Ein Dankeschön an alle, die einen Anteil an der Erneuerung des Foyerfensters haben – von der Geldbeschaffung, Planung bis hin zu der nicht einfachen Ausführung und bis zur Feinreinigung“, kommentierte Lothar Thieme die Aktion.

KulturhausPlessaLudwigGuettlerKonzert 14Es sei wahrlich ein gutes Ding, dass Professor Güttler nun bereits zum dritten Mal mit seinen Musikern zu Gast in der Gemeinde Plessa ist, wo seine Musik die beiden Länder verbindet, meinte Lothar Thieme weiter. In Erwartung der ersten Brandenburgischen Landesausstellung mit dem Thema „Preußen küsst Sachsen“ in Doberlug-Kirchhain möchten die Plessaer Vorreiter für die kulturellen Ereignisse des kommenden Jahres sein. Bereits begonnen mit dem gewählten Karnevalsthema sollte mit dem länderübergreifenden Konzert ein Meilenstein hinzugefügt werden.

Das Blechbläserensemble Ludwig Güttler formierte der Trompeter 1978. Es vereinigt Solisten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, des Gewandhausorchesters Leipzig und der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Jedes seiner Programme enthält unbekannte oder selten gespielte Werke, die Ludwig Güttler wiederentdeckt oder für das Ensemble spielbar gemacht hat. Sein Interesse gilt seit den frühen achtziger Jahren der Wiederbelebung der sächsischen Hofmusik des 18. Jahrhunderts.

KulturhausPlessaLudwigGuettlerKonzert 13Am Ende sorgten die Mädchen der Plessaer Funkengarde in ihren Kostümen vor der imponierenden Bühnenbildkulisse der Frauenkirche für ein eindrucksvolles Abschlussbild. Unmittelbar vor seiner Abreise zum nächsten Konzert in die Schweiz signierte Ludwig Güttler am Abend das Bühnenbild der Frauenkirche. Schon heute trägt das Plessaer Kulturhaus mit ihm die Zeichen der Unterstützung eines
der weltweit führenden Trompeten-Virtuosen. vrs1

Weitere Fotos von der Veranstaltung

Fotos vom Einbau des dreigeschossigen großen Foyer-Fensters

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