Zeitreise durch 50 Jahre Kulturhaus Plessa

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Der Jugend eine Bühne geboten / Ein ganzer Tag Kultur

der jugend eine bhne 2 lr 14.05.2012


 

 

 

 

 

Einen ganzen Tag Kultur auf der Kulturhausbühne, einen ganzen Tag bunte Programmpunkte von hauptsächlich Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche, das hat es am Wochenende in und um das Plessaer Kulturhaus gegeben.

In 14 Stunden haben sich fünf Monate ehrenamtlicher Vorbereitungsarbeit entladen. Mehrere hundert Akteure ...

... wurden dabei auf die Bühne und auf den Rasen vor dem Kulturhaus gebracht. "Uns war es wichtig, mal zu zeigen, dass so ein Haus auch den ganzen Tag bespielbar ist, mit Aktiven und Vereinen aus der Region", sagt der Vorsitzende des Kulturvereins Bernd Kadur während der Veranstaltung. "Wir wollten Vereine und Schulen mit einbinden, damit jeder mal die Möglichkeit hat, sich zu präsentieren. Es war ein erster Testlauf. Sicher werden wir alles auswerten und sehen, was wir besser machen können", so Kadur weiter.

Trotz kleiner Pannen ließen sich Gäste und Akteure nicht den Spaß verderben. So waren die angekündigten Sportler, Turner Philipp Boy vom SC Cottbus und Energie-Abwehrspieler Daniel Ziebig, nicht erschienen. "Philipp Boy hatte schon sehr zeitig abgesagt. Er ist zu sehr in die Olympiavorbereitungen eingebunden", erläuterte Bernd Kadur. Mit dem FC-Energie Cottbus habe der Kulturverein ständigen Kontakt gehabt. "Erst hatte der Verein mit dem Spiel Trouble und dann war plötzlich keiner mehr zu erreichen. Wir sind bis zum Beginn des Nachmittagtermins davon ausgegangen, dass Daniel Ziebig kommen wird", sagt Kadur weiter. Dabei hatten die kleinen Fußballer von Trainer Maik Richter bereits die Fußbälle für die Autogramme bereitgelegt. Auch die jungen Handballer von Jugendtrainer Frank Wude waren enttäuscht. Während Philipp Boy ursprünglich eine Bodenübung vorturnen sollte, war Daniel Ziebig für eine Trainingsstunde eingeladen worden. Mit Absperrzäunen, Spielfeldmarkierungen und Toren hatte man den Rasen vor dem Kulturhaus extra in eine Sportarena umgewandelt.

"Mit solchen engagierten jungen Menschen brauchen wir uns eigentlich um die Zukunft unseres Hauses keine Sorgen zu machen", brachte es Bernd Kadur mit Blick auf das Geschehen auf der Bühne auf den Punkt.

Während vor dem Kulturhaus Feuerwehr und DRK-Ortsgruppe alles gaben, waren auf der Bühne kleine Zirkusleute, Kampfsportler, Schauspieler, Tänzer und sogar der "König der Löwen" zu Gast. Der Bad Liebenwerdaer "Tanzladen 04" war mit 60 jungen Künstlern angereist. "Was für eine riesige Bühne. Hier passen nicht nur alle Leute rauf, hier haben wir auch ausreichend Platz für unsere Tänze", staunte Trainerin Aileen Liesegang.

"Von der Idee her Spitze. Es könnten allerdings noch ein paar Sachen verbessert werden. Ich würde erst Mittag anfangen, nicht schon früh", sagte Peter Werner, ein Mann mit Bühnenerfahrung. Der Karnevalsverein habe sich bei der Veranstaltung bewusst zurückgehalten. Viele PCC-Mitglieder seien ohnehin beim Kulturverein dabei. Die Mitarbeit so vieler Plessaer Vereine und Organisationen sei eine schöne Sache, so Werner. "Nur die Einwohner hätten mal mehr aus der Reserve kommen können", schätzte Bernd Kadur ein.

"Es war die Startveranstaltung, die Resonanz hätte besser sein können. Unterm Strich muss es sich auch rechnen", betrachtete Mitorganisator und Finanzexperte Peter Liebig aus Elsterwerda die wirtschaftliche Seite. "Guten Abend und viel Spaß, Plessa", hieß es am Abend mit der Potsdamer Band Ruben Wittchow. Zuvor hatte Nachwuchssängerin Leandra Gamine aus Berlin die Zuhörer in Staunen versetzt. Die Siebzehnjährige zeigte umfangreiche Facetten ihres Könnens.

"Die jungen Künstler lassen uns für die Zukunft hoffen. Jetzt heißt es erst mal Setzenlassen und mit den Organisatoren beraten, was wir noch besser machen können", sagte Bernd Kadur mit Blick auf die Zukunft.

Veit Rösler

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