Stiftung Denkmalschutz hilft bei Kulturhaus-Erhalt

logo lausitzer rundschau gif vom 11.10.2012

Kulturverein Plessa gewinnt Denkmalschutz als Partner / Erstes Projekt sind Außentüren

Plessa   Der Kulturverein Plessa erhält in seinem Bemühen um den Erhalt des Kulturhauses Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Noch bis zum Jahresende werden zwei Außentüren originalgetreu ersetzt.

"Am Denkmal-Status des Kulturhauses ist nicht zu rütteln", ist die wichtigste Aussage von Fachleuten für Vereinsvorsitzenden Bernd Kadur. Aufgrund dieser Tatsache müsse das in den 1950er-Jahren errichtete Kulturhaus einfach erhalten werden. Die Mitstreiter des Kulturvereins sehen sich damit in ihrem Engagement für den Erhalt des Hauses weiter bestärkt.

Dem Verein liegen Stellungnahmen des Landesamtes für Denkmalpflege und der Denkmalschutzbehörde beim Landkreis vor, wonach der Denkmalschutz für das Kulturhaus für unabsehbare Zeit nicht aufgehoben werden kann. Außerdem konnten die Plessaer die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Partner gewinnen. Bei der Projektdarstellung in Bonn sei sehr deutlich gemacht worden, dass es für die Unterschutzstellung als Denkmal keinen Unterschied mache, ob es sich bei dem Objekt um eine Kirche, ein Schloss oder eben um ein Kulturhaus handele, sagt Kadur.

 

Randfichten im Kulturhaus Plessa

Ergänzung von kulturhaus-plessa.de: Die "Randfichten" traten am 14.10.2012 im Kulturhaus Plessa auf.

Den umfassenden Bericht zum Konzert von Hartmut Helms finden Sie hier:

http://www.mein-lebensgefuehl-rockmusik.de/#De%20Ranndfichten%20erobern%20Plessa

Archivfoto: A. Gebert

 

 

Fortsetzung des Berichts der LR vom 11.10.2012:

Der Vereinsvorsitzende freut sich, dass die Zusammenarbeit mit der Stiftung auch schon finanzielle Früchte trägt: Für dieses Jahr wurde ein Zuschuss in Höhe von 2500 Euro bewilligt. Zusammen mit der Unterstützung aus dem Denkmalschutzfonds des Kreises und von der Gemeinde sollen demnächst zwei Außentüren originalgetreu ersetzt werden. Für 2013 hat der Verein weitere 20 000 Euro bei der Stiftung beantragt.

 

Geht es um die Generalsanierung des Gebäudes, stehen Dach, Fenster und Türen an erster Stelle. Um einen barrierefreien Zugang zu allen Veranstaltungsbereichen zu ermöglichen, soll am Rand des Foyers ein Aufzug eingebaut werden. Auch die Wiederinbetriebnahme der vorhandenen Lastenaufzüge ist geplant. Derzeit laufen die Arbeiten an der Elektrik-Zentrale, informiert Kadur. Dies sei eine der letzten großen Maßnahmen, die im Zuge des Brandschutzes vom Landkreis gefordert worden waren. Wenn dann auch noch die Brandmeldeanlagen abgehakt sind, erwartet er die generelle Freigabe des Gebäudes. Noch ist für jede Veranstaltung eine Sondergenehmigung nötig und müssen Brandwachen eingeteilt werden.

Parallel zu den Arbeiten werden zurzeit die Kosten für die Sanierung des Kulturhauses überarbeitet. Eine Summe kann Kadur noch nicht nennen. Fest stehe auf jeden Fall, dass die Kostenschätzung für die allgemeinen Gewerke um 750 000 Euro geringer ausfalle, als anfangs berechnet. Ursache: ein Softwarefehler bei der Berechnung. Der Kulturverein will Fördermittel aus dem ILE-Programm beantragen. Geht es um die dafür zu erbringenden Eigenanteile, setzt er ebenfalls mit auf die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Froh ist der Verein über die Unterstützung der Kulturhausinitiative aus den Umlandgemeinden. Grundsatzbeschlüsse sind in Elsterwerda, Schraden, Hohenleipisch und Gorden-Staupitz gefallen. Gegenwärtig laufen die Verhandlungen zur Gründung einer Betriebsgesellschaft für das Kulturhaus.

Antje Posern

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