Plessaer Abgeordnete mit Zwei-Drittel-Mehrheit für Kulturhaus-Konzept

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bernd kadur antje posern 22.07.2011Der Plessaer Kulturverein will das Kulturhaus als Veranstaltungsort erhalten und wieder aufbauen. Seit November liegt eine Machbarkeitsstudie zu den Perspektiven einer Revitalisierung des Hauses vor, das sich an den Bedürfnissen der Region von Bad Liebenwerda über Elsterwerda und Plessa bis Lauchhammer orientiert. Die Plessaer Gemeindevertreter haben am Montagabend mit einer guten Zwei-Drittel-Mehrheit nach Vorstellung der Studie und weiterer Diskussion im nicht öffentlichen Teil der Sitzung Pierre Wilhelm, dem Ersteller der Studie, und dem Kulturverein das Mandat erteilt, weitere Gespräche zur Umsetzung der Konzeption zu führen. „Es ist gut und für die weitere Arbeit auch grundlegend, dass sich die Mehrheit der Abgeordneten mit diesem Beschluss zum Kulturhaus und zu dessen weiterer Entwicklung bekannt hat“, sagte Kulturvereinsvorsitzender Bernd Kadur nach dem Abstimmungsergebnis.

(Foto: Bernd Kadur , Vorsitzender des Kulturvereins Plessa e.V.)

 

Zu den nächsten Schritten gehört, das Konzept dem Kreistag, den Stadtverordneten von Elsterwerda sowie weiteren Kommunen in der Region vorzustellen. Denn die Studie macht zwar deutlich, dass das Kulturhaus Potenzial hat, aber nur im Zusammenwirken mit der Region existieren kann. Plessa liegt im Mittelpunkt verschiedener Mittelzentren und weist laut Studie eine Nutzererreichbarkeit von 305 000 Einwohnern auf. Als Vergleich verweist Pierre Wilhelm auf das Kultur- und Festspielhaus Wittenberge, an dem sich das Plessaer Kulturhaus aufgrund seiner Größe, der Lage und seiner baulichen Gegebenheiten orientiert. Dieses lebt in einer Region mit 100 000 Einwohnern.

Neben Verhandlungen mit den unmittelbaren Nachbarn kündigen Kulturverein und Wilhelm Gespräche auf Landes- und Bundesebene an, um weitere Unterstützer für die Umsetzung der Kulturhauspläne zu finden. Konkret erhoffen sich die Plessaer finanzielle Zuwendungen aus dem SED-Sondervermögen und von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Auf diese Weise könnten Eigenanteile für die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Kulturhauses der Bergarbeiter gedeckelt werden, weist Wilhelm hin. Bei einer maximalen Sanierungsvariante müssten laut seiner Studie rund fünf Millionen Euro investiert werden. Bei dieser Summe würde sich der Eigenanteil auf gut eine Million Euro belaufen. Sollen ILE/Leader-Fördermittel fließen, müssen diese spätestens im Januar 2013 beantragt werden. Ab 2014 sollen diese Zuwendungen drastisch sinken. Für die Sanierung und den Betrieb des Kulturhauses soll eine gGmbH gegründet werden.

pos

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