Mit Farbe die Jugend der Liebsten erhalten, Kreativmarkt vollständig ausgebucht

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Vom 55 Jahre alten Bild zu neustem Weihnachtsschmuck / 12 Künstler, 24 Kunsthandwerker beim Kreativmarkt

 

Plessa  Leidenschaft kennt keine Grenzen! Das hat am Samstag ein großer Kreativmarkt im Kulturhaus in Plessa verdeutlicht. Mehrere Etagen waren bevölkert mit von ihrer Arbeit begeisterten Hobby-Künstlern sowie regelrecht kauf- und bastelwütigen Kunden.

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Am liebsten hätte Knirps Philip Breitmoser aus Gröden selber mit angepackt. Hobby-Drechsler Rolf Schobert aus Hirschfeld hatte gleich am Eingang des Kulturhauses seine Drechselbank aufgebaut, um hölzerne Weihnachtsbäume zu drechseln. Philip Breitmoser und Rolf Schobert waren beispielgebend für fast alle Besucher und Standbetreiber beim diesjährigen nunmehr vierten Kreativmarkt im Kulturhaus Plessa. "Wir sind mit 12 Künstlern und 24 Kunsthandwerkern vollkommen ausgebucht", sagte Claudia Drews, eine der Organisatorinnen. "Es gibt unheimlich viele Menschen, die mit Leidenschaft einem Hobby nachgehen. Wir geben ihnen hier eine Plattform, auf der sie mal in der Öffentlichkeit zeigen können, was für wunderschöne Arbeiten in so manchem Kämmerlein entstehen. Einige kommen auch, um sich Ideen von anderen abzuschauen. Ebenso begeistert sind die Besucher, die hier so manches Schnäppchen ergattern können. Wir zählen nicht, aber wir rechnen mit 800 bis 1000 Besuchern", so Claudia Drews weiter.

Dabei kämen Standbetreiber und Besucher aus einem sehr großen Einzugsbereich, so Drews. Der reiche vom Spreewald bis zum Erzgebirge. Claudia Drews hatte vor vier Jahren die Idee zum Kreativmarkt und sie gehört zu den Hauptorganisatoren der Veranstaltung.

Freude und Enttäuschung liegen beieinander! "Da ist nix zu machen", musste sich Lothar Thieme aus Plessa sagen lassen. Dem leidenschaftlichen Sammler von Bildern mit Plessaer Motiven war "Die Elstermühle" von Hobbymalerin Ingeborg Helm aus Kahla ins Auge gestochen. Die Hobbykünstlerin hatte das Bild schon ihrer in Brasilien lebenden Tochter Ines Helm Schröder versprochen, die das Bild als Erinnerung an ihre Heimat haben möchte.

Mehr Glück hatte Lothar Thieme bei Schradenmaler Gottfried Grau aus Hirschfeld. Hier konnte er ein kleines Gemälde mit dem Plessaer Kraftwerk ergattern. Aber auch bei Gottfried Grau waren nicht alle Bilder erwerbbar. Dazu gehört das Bild von "Seiner Besten". Gottfried Grau hatte seine Partnerin Monika 1957 im Alter von 17 Jahren mit Pinsel und Farbe abgelichtet. "In diesem Jahr haben wir nun einen Zahlendreher. Nun bin ich 71 Jahre alt", sagte sie lachend vor dem 55 Jahre alten Bild.

Viele Besucher, zum Beispiel Annett Krügel aus Schönewalde bei Herzberg, kamen gezielt zum Kreativmarkt, um zu basteln. Sie hatte sich mit Hobbytöpferin Beatrix Freiwald abgesprochen, um in Plessa ein tönernes Türschild für den Hühnerstall ihres Bruders Geflügelzüchter Robert Krügel zu formen. Ebenso zählten viele Mütter und Großmütter zu den mit Vorsätzen zum Kreativmarkt angereisten Besuchern. Mit den Kindern werden an verschiedenen Ständen kleine Weihnachtsgeschenke oder Fensterschmuck gebastelt.

Jutta und Ines Haufe aus Dreska haben sich schon fest etablieren können. Sie sind von Anfang an dabei. "Super Resonanz, wir haben voll zu tun", sagte Jutta Haufe mit einer Klebepistole in der Hand, mit der in Fließbandarbeit getrocknetes Moos auf kleine Brettchen auf dem Arbeitsplatz mehrerer Kinder befestigt wurde. Außergewöhnliche Bastelarbeiten boten an anderer Stelle auch Heidemarie Grellmann aus Weinböhla. Hier konnten Kinder und Erwachsene unzerbrechliche Weihnachtsbaumkugeln aus Stoff und Styropor basteln.

Ja das Weihnachtsgeschäft! Mit dem Kreativmarkt in Plessa wurde es für viele Hobbykünstler eingeläutet. Am beeindruckendsten war das am Stand von Floristin May Schneider aus Dobra zu sehen. In einer Farbenpracht leuchteten hier über 1000 in Handarbeit gefertigte Weihnachtsbaumkugeln und Gestecke. Die in einer Tauch-Marmoriertechnik mit Spezialfarbe gefertigten Kugeln, von denen jede ein Unikat ist, sind die große Leidenschaft von May Schneider. So wie sie konnten viele Standbetreiber bei den Besuchern die Vorfreude auf das Weihnachtsfest entfachen.

Veit Rösler / vrs1

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