Güttlers Dresdner Bläserfest startet in Plessa

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lr 2 vom 29.11.2011

lr vom 29.11.2011

Ludwig Güttler (links) begeisterte mit seinem Trompetenspiel die Besucher im Plessaer Kulturhaus Foto: Veit Rösler/vrs1

Bernd Kadur (r.) und Lothar Thieme vom Kulturverein überreichten Ludwig Güttler (l.) am Ende des Konzertes das erst kürzlich fertig gewordene Nutzungskonzept für das Kulturhaus. Foto: Veit Rösler/vrs1

Eine schöneren Auftakt für den Advent hätten sich die mehr als 450 Besucher am Sonntagabend im großen Saal des Plessaer Kulturhauses nicht wünschen können. Mit stehenden Ovationen dankten sie dem Dresdener Startrompeter Ludwig Güttler und seinem Blechbläserensemble für ein wunderbares Konzert.

Der international gefragte Künstler hatte sein Versprechen vom April 2010 eingelöst und war für ein zweites Konzert nach Plessa gekommen.

 Damals hatte Güttler, auch bekannt durch sein Engagement für den Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche, in der evangelischen Kirche ein Benefizkonzert für den Erhalt des ehemaligen Kulturhauses der Bergarbeiter gegeben. Diesmal konnte er im renovierten großen Saal spielen. "Ich gratuliere Ihnen zu dieser erfolgreichen Initiative", sagte er den Besuchern des bis auf wenige Plätze ausverkauften Konzertes. Er zollte dem nimmermüden Einsatz der Mitstreiter des Kulturvereins öffentlich seinen Respekt. Mit dem erneuten Auftritt "wollen wir Ihnen zeigen, dass wir in Sympathie bei Ihnen sind", so Güttler.

Die Konzertbesucher erlebten den Auftakt der "Dresdener Bläserweihnacht", mit der der gefeierte Trompetenvirtuose und sein Blechbläserensemble unter anderem im Berliner Dom und der Dresdener Frauenkirche auftreten werden. Auch wenn dem einen oder anderen vielleicht die Atmosphäre einer großen Kirche gefehlt haben mag, erfüllte das ausgewählte Programm bekannter und selten gespielter Stücke den großen Saal mit einer fast in Vergessenheit geratenen Festlichkeit. Die Klasse der Akustik des großen Saals unterstrichen die hellen und strahlenden Töne des meisterhaften Trompetenspiels um so mehr.

Nach dem Konzert waren die Besucher voll des Lobes. Dass ein Star wir Ludwig Güttler nach Plessa kommt, konnte Bärbel Warner aus Ruhland erst gar nicht glauben, erzählt sie beim Warten auf ein Autogramm Güttlers. "Kultur muss ins Land", macht sie den Plessaern in ihrem Kampf um das Kulturhaus Mut. "Es muss einfach weitergehen", sagt Edith Herfurth aus Plessa, der das Konzert sehr gut gefallen hat und die sich gern an frühere Veranstaltungshöhepunkte erinnert. "Ich drücke dem Kulturhaus alle Daumen", so der noch etwas skeptische Horst Paulick aus Elsterwerda.

Mitglieder des Plessaer Kulturvereins überreichten Ludwig Güttler, der für sie ein wichtiger Unterstützer und Botschafter des Kulturhauses ist, ein Exemplar des frisch vorliegenden Nutzungskonzeptes. Er versprach, es zu lesen und darauf zu reagieren. Ein Wiedersehen in Plessa kann er sich durchaus vorstellen.

Als nächstes Etappenziel hat sich der Verein die Erledigung der noch offenen Brandschutzauflagen vorgenommen. "Wir wollen endlich weg von den Einzelgenehmigungen", so der Vorsitzende Bernd Kadur. 

Zum Thema

Der Plessaer Kulturverein bereitet für Mai 2012 eine große Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Vereinen des Ortes und darüber hinaus vor, bei der auch Kinder und Jugendliche angesprochen werden sollen. Der genaue Termin steht laut Vereinschef noch nicht fest. 

Von Antje Posern

 

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