Atemberaubende Show zur Rückkehr in den Großen Saal

logo lausitzer rundschau gif  vom 28.02.2011

Mit einem fantastischen närrischen Programm haben die Plessaer Karnevalisten nach zwei Jahren Zwangspause das Kulturhaus wieder zum Kochen gebracht. Aufwändig ausgestattete Mode-Engel und Rio-Kostüme haben die Gäste begeistert.

 phoca_thumb_m_foto 1 28.02.2011

Das Plessaer Prinzenpaar, Susann Heinicke und Marco Tomschak, eröffnet die Kussfreiheit.

Foto: Veit Rösler

 

 

 

 

kulturhaus-plessa-karneval-engel

Melanie Werner war der Star des Abends. Als prächtige Schneeflocke schritt sie über den Laufsteg. »Vier Wochen haben die Mädchen gemeinsam mit ihren Partnern an den Kostümen mit den Riesen-Flügeln gebastelt«, erzählt die Funkentrainerin. Unmengen an farbigen Federboas wurden verarbeitet - mit Rücksicht auf die physikalischen Gesetze. Denn die Flügel müssen leicht genug sein, damit sie von den Mädchen getragen werden können und dürfen entgegen ihren Originalen aus dem Tierreich der Luft keinen Widerstand bieten, damit die Models nicht auf dem Laufsteg abheben.
 
kulturhaus-plessa-karneval-engel-2


Unter der Leitung von Aufbauchef Bernd Scherer hatten zudem alle verfügbaren männlichen Kräfte des Vereins am Aufbau des Laufsteges mitgewirkt. Die gut durchdachte stabile Konstruktion ließ sich in weniger als fünf Minuten auf- und wieder abbauen.

kulturhaus-plessa-karneval-engel-3

Mit Ideenreichtum und persönlichem Einsatz haben die Mitglieder des Vereins in den vergangenen zwei Jahren mit vielen Helfern an der Wiedereröffnung des Saales mitgeholfen. »Freiwillige Leistungen im Wert von mehr als 100 000 Euro wurden erbracht«, sagt Bauingenieur Lothar Thieme. Noch bis unmittelbar vor der ersten Abendvorstellung, als schon Stühle und Tische standen, war der Bautrupp mit dem Abdichten der alten Fenster beschäftigt. »Ich ziehe meine Narrenkappe vor allen die hier mitgeholfen haben«, brachte es Karnevalspräsident Peter Werner auf offener Bühne vor versammeltem Publikum auf den Punkt. Namentlich hatten die Firmen von Karsten Aleithe und Steffen Lück vollkommen ehrenamtlich die Heizung und die elektrische Anlage des riesigen Gebäudes saniert. Neben etwa 8000 Euro aus dem Gemeindehaushalt wurden die Sanierung und vor allem die Brandschutzauflagen erfüllt - mit Spenden, gesponserten Materialien, erwirtschafteten Mitteln des Kulturvereins und jeder Menge unentgeltlicher Arbeit vieler fleißiger Helfer. Die Plessaer wären natürlich keine Narren, könnten sie nach erfolgreich durchlebter Krise nicht gleich wieder die kleine, mittlere und große Politik durch den Kakao ziehen. Und so kamen Amtsdirektor Manfred Drews mit seinen Sorgen mit den Wildschweinen, die den Sportplatz und die Ackerstraße umackern, der ausgesorgte Brandenburger Ex-Innenminister Rainer Speer wie auch dessen möglicherweise baldiges Plagiat, der doktorlose Karl-Theodor zu Guttenberg, nicht zu kurz. Im Titelranking könne man in Plessa ohne weiteres mithalten: Man komme immerhin »von Blesse« und sei hier »zu dusselig«.

Fotos: Veit Rösler

Das Video zur Show finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=93wI8AN8fzk

Share

 
 
Kulturhaus-Plessa.de © 2012 - Hier bewegt sich was!